Ethereum trotzt Bärenmarkt und technischen Problemen

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Der Kryptowährungsmarkt scheint derzeit vom Bären dominiert zu werden. Innerhalb der Top 20 Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung gibt es derzeit nur wenige Währungen im grünen Bereich. Einzig Ethereum konnte in den letzten 24 Stunden 11 Prozent und innerhalb der letzten 7 Tage sogar 51 Prozent zulegen. Damit trotzt der Ethereum-Kurs aber nicht nur dem derzeitigen Bärenmarkt, sondern auch den aktuellen technischen Problemen innerhalb des Ethereum-Netzwerks.

Der Ethereum-Kurs hat in den letzten Tagen einen Allzeithoch nach dem anderen erreicht. Derzeit liegt der Kurs (zur Redaktionszeit) bei rund 1.135 Euro. Damit hat sich der Preis, der Anfang Dezember noch bei unter 400 Euro je ETH lag, im letzten Monat annähernd verdreifacht.

Ethereum Kurs

Technische Probleme im Ethereum-Netzwerk

Was derzeit in der Euphorie um Ethereum unterzugehen scheint, sind jedoch die technischen Probleme, mit denen sich die Entwickler derzeit beschäftigen müssen. Diese haben bereits soweit geführt, dass Bittrex, eines der führenden amerikanischen Exchanges, das Handeln von Ethereum am Wochenende ausgesetzt hat.

Das derzeit wohl schwerwiegendste Problem betrifft die Berechnung des Gaspreises durch das „Gas Price Oracle“, welches für die automatische Berechnung der Transaktionsgebühren zuständig ist. Dieses berechnet derzeit verhältnismäßig hohe Gebühren. Ursache ist laut Core-Entwickler Nick Johnson, dass einige Benutzer einfach mehr zahlen, als nötig wäre, um die Ethereum-Blockchain zu nutzen.

Der führende Wallet-Anbieter MyEtherWallet oder auch die Börse Shapeshift benutzen das Gas Price Oracle, um den Nutzer einen Vorschlag für die Gebühren für eine Transaktion zu unterbreiten. Der Berechnungs-Algorithmus nimmt sich dafür die Transaktionen der letzten Blöcke und berechnet den Median des Gaspreises dieser Transaktionen.

Wenige Benutzer wissen jedoch, dass sie den Gaspreis selbst ändern können. Da sich die automatische Berechnung an den letzten Transaktionen orientiert und viele User einfach den automatischen Preis verwenden, scheint sich der Preis für eine Transaktion derzeit unnötig nach oben zu schaukeln.

Weiterhin gibt es wohl derzeit in bestimmten Konstellationen Schwierigkeiten mit der Synchronisierung der Netzwerkknoten mit der Blockchain. Jeder neue Node, der Ether minen oder die Blockchain als Teil seiner eigenen Brieftasche ausführen möchte, ist mit diesem Problem konfrontiert. Das Problem führt zu längeren Wartezeiten oder zum Abbruch des Prozesses.

Es bleibt abzuwarten, ob das Entwicklerteam rundum Vitalik Buterin zeitnah die Probleme lösen kann. Eine gute Webseite um den Gaspreis zu eruieren ist diese: https://ethgasstation.info/


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