Ethereum soll dank PoS weniger Strom verbrauchen

Spätestens zum Ende des Jahres 2019 soll die Ethereum Blockchain bzw. das Mining einen dramatisch geringeren Stromverbrauch aufweisen. Zu diesem Zweck entschied man sich für einen Verfahrensumstieg.

Hoher Verbrauch bleibt ein Problem vieler Systeme

Eines der zentralen Probleme vieler Kryptowährungen ist und bleibt der teils enorme Energiebedarf, der sowohl beim Schürfen als auch der Durchführung von Transaktionen entsteht. Dies gilt nicht nur innerhalb des Bitcoin-Systems, sondern ebenso im Falle von Ethereum bzw. der zugehörigen Währung Ether. Dabei gibt es zahlreiche Studien, die den enormen Energieverbrauch bestätigen. Zwar schneidet Ethereum im Direktvergleich zum Bitcoin und anderen Systemen oftmals als wesentlich energieeffizienter ab.

Massive Einsparungen durch Proof-of-Stake

Trotzdem möchte die Ethereum Foundation nun im Laufe des Jahres 2019 deutliche Optimierungen vornehmen, um das Mining weniger Energie-aufwendig zu ermöglichen. Und das Ziel ist ausgesprochen hoch gesteckt, wie Mitgründer Buterin in aktuellen Ankündigungen erkennen lässt. Sage und schreibe um 99 Prozent möchte das Netzwerk der verantwortlichen Programmierer den Verbraucher reduzieren. Möglich werden soll dies durch einen Verfahrenswechsel: Weg vom Proof-of-Work-Ansatz hin zum PoS-Modell, also dem Proof-of-Stake-Ansatz. Dass letzteres gemeinhin weniger Strom verbraucht, ist hinlänglich bekannt.

Buterin sieht im Wechsel ein neues Ethereum Zeitalter

Am Ende soll laut Vitalik Buterin so etwas wie Ethereum 2.0 stehen, wenngleich dies in typischer Weise recht dick aufgetragen klingt. Andererseits können das System durch den korrigierten Hash-Algorithmus in der Tat auf ein neues Level gehoben werden. Interessant ist dies genau genommen für alle Teilnehmer der Blockchain, wenn Transaktionen in Zukunft mit einem deutlich niedrigen Stromverbrauch verbunden sein werden. Außerdem wird das PoS-Verfahren aufgrund seiner technischen Besonderheiten zudem mit einem besseren Schutz gegen Betrug einhergehen.

Als Startpunkt für die Umstellung, die im Jahresverlauf ohne genaue Datumsangaben erfolgen soll, wird ein Hardfork dienen, der schon akut zum Jahresbeginn ins Haus steht.

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