Deutsche Bank: Korrelation zwischen Kryptowährungs- und Aktienmarkt

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Deutsche Bank Kryptowährungen

In einer Veröffentlichung erklärte der Finanzstratege der Deutschen Bank, Masao Muraki, dass Kryptowährungen zunehmend mit dem CBOE Volatility Index, besser bekannt als „Fear Index“ der Wall Street, korrelieren. Gemäß der Untersuchung besteht eine Korrelation in der Weise, dass ein Marktumfeld mit geringer Volatilität Investoren dazu ermutigt, in risikoreichere Anlagen wie Kryptowährungen zu investieren, um höhere Renditen zu erzielen.

Die Deutsche Bank hatte sich bereits vor einigen Monaten bereits zu dem Thema Kryptowährungen und Bitcoin geäußert. Im November letzten Jahres hatte ein Chefstratege der Deutschen Bank, Jim Reid, eine Analyse veröffentlicht. In dieser schrieb er, dass das Fiat-Geldsystem ein Ende haben und Kryptowährungen wie Bitcoin den globalen Finanzmarkt übernehmen könnten.

In der aktuellen Studie schreibt Masao Muraki, wie Business Insider UK berichtet, dass die geringe Volatilität an den traditionellen Börsen institutionelle Anleger dieser Welt dazu zwinge, in den risikoreicheren Kryptowährungsmarkt einzusteigen, um höhere Renditen zu erzielen.

Wie Muraki schreibt, befindet sich die Marktvolatilität auf den traditionellen Aktienmärkten, gemessen am Chicago Board Options Exchange (CBOE) Volatilitätsindex (VIX), nahe einem Tiefststand.

Der VIX gibt eine Markteinschätzung der zukünftigen Volatilität am Aktienmarkt. Das Rekordtief bedeutet für professionelle Großinvestoren, dass der Aktienmarkt nicht viel Spekulationsmöglichkeiten bietet und daher unattraktiv ist. Dies führt dazu, dass Großanleger in die spekulationsreicheren Kryptowährungen flüchten und der Kryptowährungsmarkt als Ganzer davon profitiert, so die Argumentation der Deutschen Bank.

Dies sei auch der Grund für den enormen Anstieg der Kryptowährungsmärkte in den letzten Monaten.



Gegenteiliger Effekt – Kryptowährungsmarkt tief im Minus

Korrelation bedeutet aber auch, dass sich der Zusammenhang zwischen Aktien- und Kryptowährungsmarkt umdrehen kann.

Aus unserer Sicht scheint es genauso gut wahrscheinlich, dass die derzeitige Marktsituation auf dem Kryptowährungsmarkt, fast alle Kryptowährungskurse befinden sich tief rot im Minus, durch den Abzug von institutionellem Kapital verursacht ist. Dieses Kapital könnte wiederum in den traditionellen Aktienmarkt zurückgeflossen sein. Der Dow Jones ist seit Anfang des Jahres um annähernd 1.500 Punkte gestiegen.

Dow Jones Kurs
Quelle: https://www.wallstreet-online.de/indizes/dowjones

Dagegen ist die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen von rund 500 Milliarden Euro am 01.01.2018 auf aktuell rund 420 Milliarden Euro gefallen. Eine Korrelation, wie sie die Deutsche Bank beschreibt, scheint daher auch in die andere Richtung wahrscheinlich und möglich.

Insofern ist es aus unserer Sicht empfehlenswert, auch den Aktienmarkt im Auge zu behalten. Durch die Mainstream-Adaption, u. a. durch den Start der Bitcoin-Futures im letzten Jahr, ist womöglich verstärkt institutionelles Kapital in der Kryptowährungsmarkt geflossen. Wie die Deutsche Bank auch festgestellt hat, nimmt die Korrelation zwischen Aktien- und Kryptowährungsmarkt somit immer weiter zu.


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1 KOMMENTAR

  1. Hallo Guten Tag

    Schade, die Überschrift hat mich neugierig gemacht. Am Ende aber nix handfestes, weder mathematisch noch sonstwie.

    Dabei wäre genau das interessant: zu untersuchen zu welchen Instrumenten am Markt die Crypto Währungen positiv oder negativ korrelieren. Tatsächlich sah es beim gerade stattgefundenen „Government-Shutdown“ so aus als ob die Kryptowähunegn sich wie „Gold“ oder der „Yen“ benähmen.

    Wäre schön wenn da noch was fundierteres hinterher kommen würde.

    Gruss Luigi Rensinghoff

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