Code-Analyse zum Gemini Dollar: Anbieter kann Konten einfrieren

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die New Yorker Finanzaufsicht zwei sogenannte Stablecoins mit Kopplung an den US-Dollar zulassen wird. Eine der beiden neuen Währung ist der Gemini Dollar. Eine neue Auswertung zeigt nun, dass Konten der Gemini-Besitzer von der ausgebenden Handelsbörse „eingefroren“ werden können.

Coin-Interessenten werden auf Risiken hingewiesen

Hinter der „Studie“ des Codes zum Gemini Dollar (wir berichteten hier über seine geplante Zulassung) steckt niemand Geringerer als Alex Lebed, der sich schon seit Jahren mit den Chancen und Risiken der Blockchain-Technologie beschäftigt. Der Experte hat sich den Code des Stablcoins des Anbieters Gemini Trust, der als Emittent über seine Handelsbörse auftritt, genau angesehen. Dabei kommt Lebed zu der Erkenntnis, dass die Krypto-Company die Konten ihrer Gemini-Investoren einfrieren könnte. Zugleich zeigt Auswertung, dass Token im Fall der Fälle in „nicht-übertragbare Vermögenswerte“ umgewandelt werden können. Insgesamt attestiert Lebed – seines Zeichens „Stableunit“-Gründer und damit selbst Mitentwickler eines dezentralen und angeblich wenig volatilen Stablecoins – dem neuen zentralisierten Format ein gewisses Risikopozential.

Akute Systemveränderungen und Umtauschverweigerung als Gefahr?

Die Analyse zeigt zunächst, dass es sich beim Gemini Dollar (USDG) um ein Modell auf Basis der Ethereum-Blockchain mit Verwendung der Ethereum-typischen Smart Contracts handelt. Als zentralisierter Stablecoin weist der Gemini Dollar laut Lebed zudem Ähnlichkeiten zum Theter-System auf. Zugleich gab der Experte bekannt, dass die Herausgeberbank die Umsetzung ihres Implementierungskonzepts genau genommen in Intervallen von nur 48 Stunden vollständig korrigieren können. Wichtig für Investoren: Lebed betont, der Anbieter könne im Grunde unbegrenzt neue Coins erzeugen. An dieser Stelle sieht der Experte ein nicht zu unterschätzendes Risiko für das junge Modell – auch weil das Anbieterunternehmen irgendwann theoretisch den Umtausch in US-Dollar verweigern könnte.

Auch im Falle von Tether hatten viele Beobachter in sozialen Medien darauf verwiesen, dass das umstrittene Unternehmen Tether Limited Konten ohne Weiteres einfrieren könnte. Die Kritik hierbei lautet meist, dass es sich bei solchen Offerten am Markt nur um eine Datenbank, nicht aber um eine „echte“ Kryptowährung wie Bitcoin handelt.

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