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Bitcoin Handel – Ein umfassender Leitfaden

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Aufgrund des gewaltigen Wertanstiegs von Bitcoin wollen inzwischen Hunderttausende von Menschen auf der ganzen Welt dazu gebracht von der beispiellosen Kursbewegung von Bitcoin profitieren. Der Handel mit der Kryptowährung ist nur eine Möglichkeit, die größte Kryptowährung der Welt zu kaufen und zu verkaufen.

In diesem Leitfaden erfährst du, wie man mit Bitcoin handelt. Du lernst, wie du anhand der technischen Analyse und der Fundamentalanalyse genaue Kursprognosen erstellst. Wenn du dich für den Bitcoin Handel interessierst, solltest du dir bewusst sein, dass es sich dabei um eine Vollzeitbeschäftigung handelt. Wenn du echte Gewinne erzielen möchtest, musst du dich über die neuesten Nachrichten und Entwicklungen bezüglich Bitcoin auf dem Laufenden halten.

Wie funktioniert der Handel mit Bitcoin und wie unterscheidet es sich von einem normalen Kauf?

Der Kauf von Bitcoin für den langfristigen Besitz ist eine Sache, der Handel damit eine andere. Bitcoin kaufen bedeutet, dass man den digitalen Vermögenswert besitzt, während es beim reinen Handel darum geht, über einen Broker mit verschiedenen Kontrakten einen Gewinn aus dem schwankenden Bitcoin-Kurs zu schlagen. Bei einer Broker-Plattform besitzt man (im Gegensatz zu einer Kryptowährungsbörse) keine Bitcoins, sondern kauft und verkauft Derivate. Das Halten von Bitcoin an einer Börse hat seine Vorteile. So kann man zum Beispiel Kredite gegen Bitcoin aufnehmen. Bei einem Broker ist das nicht der Fall. Du als Trader besitzt den Bitcoin dort nie wirklich selbst, sondern nimmst einfach an den verschiedenen Verträgen und Geschäften Teil, die durch den zugrunde liegenden Wert von Bitcoin angetrieben werden.

Wenn du Bitcoin auf einer Broker-Plattformen handelst, hast du in der Regel drei verschiedene Möglichkeiten, um vom Anstieg oder Rückgang des Bitcoin-Kurses zu profitieren:

  • CFDs: Ein Contract for Difference (CFD) ist ein Produkt, das nur den sich ständig ändernden Wert von Bitcoin als zugrunde liegenden Vermögenswert widerspiegelt, ohne dass der Trader die digitale Währung kaufen muss. Indem man einen CFD kauft, wenn der Bitcoin einbricht und ihn verkaut, wenn sein Wert hoch ist, zieht man aus dem Preisunterschied einen Gewinn.
  • Terminkontrakte: Terminkontrakte oder Futures sind termingebundene Trades, die der Anleger zu einem vorgegebenen Zeitpunkt abschließt. Wie bei CFDs kann man auch hier durch den Preisunterschied potenzielle Gewinne generieren.
  • Optionen: Im Gegensatz zu Terminkontrakten hat man als Trader bei Optionen das Recht, den Vertrag jederzeit aufzulösen. Das kann sehr hilfreich sein, wenn ein Vermögenswert den gewünschten Wert erreicht hat und man den Gewinn einstreichen will, oder wenn man einen Kontrakt schließen möchte, um weitere Verluste zu verhindern.

Mit dem sofortigen Kauf und Verkauf dieser Kontrakte kann man viel schneller Gewinne erzielen als beim langfristigen Halten von Bitcoin.

Um einen effektiven Handel zu gewährleisten, sollte man bei der Auswahl eines Brokers darauf achten, dass dieser bei den lokalen Behörden registriert ist. Durch den Handel über seriöse und registrierte Broker kann man das Betrugsrisiko erheblich reduzieren. Ein guter Broker bietet zudem eine breite Palette von Supportleistungen für ein verbessertes Handelserlebnis an. Zur sicheren Aufbewahrung deiner Investition tragen aber auch noch andere Faktoren bei. Je nachdem wo du wohnst und wo die Handelsplattform deiner Wahl niedergelassen ist, kann ihr Service variieren – zum Beispiel darin, welche Derivate angeboten werden. Beim gehebelten Handel wirkt sich die Größe des Hebels auf das Risiko aus, das man eingeht. All diese Faktoren solltest du berücksichtigen und dir im Voraus eine Handelsstrategie zurechtlegen, um das Beste aus dem Bitcoin-Handel herauszuholen.

Wer sich zum ersten Mal mit dem Bitcoin-Handel auseinandersetzt, verlässt sich größtenteils darauf, die Aktivitäten bekannter Trader zu kopieren oder zu spiegeln. Das mag auf den ersten Blick sicher erscheinen, da man durch das Kopieren der Strategien erfahrener Trader weniger Verlustrisiken hat. Es hat aber auch eine Kehrseite. Erfahrene Trader können mit großen Volumina handeln und haben genügend Puffer, um nicht in die roten Zahlen zu geraten. Ihnen blindlings zu folgen, kann zu hohen Verlusten führen. Ein größeres Budget bietet auch mehr Raum für verschiedene Gebühren und Kosten der Broker, die sich schnell auf einen viel kleineren Gewinn auswirken können.

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Bitcoin handeln in 5 Schritten

Im Folgenden findest du eine ausführliche Anleitung zum Einstieg in den Bitcoin-Handel. Jeder Schritt wird zum besseren Verständnis sorgfältig erklärt und detailliert beschrieben.

1. Fundamentalanalyse und technische Analyse kombinieren

Bei jeder Art von Handel gibt es zwei primäre Informationsquellen. Jede von ihnen hat ihre eigenen Parameter und kann zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Ziel ist es, ein Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Informationen zu schaffen.

Bei der Fundamentalanalyse geht es um die Qualität der Informationen, zum Beispiel:

  • Nachrichten: Da es sich bei Bitcoin um einen digitalen Vermögenswert mit globaler Bedeutung handelt, kann eine Nachricht bezüglich Bitcoin aus einem Teil der Welt, weltweite Auswirkungen haben. Informiere dich auf hochwertigen Krypto-Nachrichtenportalen und -Webseiten und achte dabei besonders auf Informationen zur allgemeinen Akzeptanz von Bitcoin, zur Regulierung, zu Betrügereien oder Hackerangriffen und generell alle Nachrichten, die Anleger und Trader beeinflussen könnten.
  • Angebot und Nachfrage: Aufgrund der Schwankungen im Angebot und der Nachfrage unterliegt auch der Bitcoin Kursschwankungen. Obwohl das gesamte Bitcoin-Angebot auf 21 Millionen Coins beschränkt ist, kann sich das Angebot auf den Märkten ändern, da deren Teilnehmer Geld investieren oder Bitcoins in private Wallets abziehen. 
  • Befolge die allgemeine Regel: Ein Anstieg des Angebots wird immer Druck auf den Preis ausüben, während ein Anstieg der Nachfrage den Wert steigen lässt.
  • Mining-Hashrate: Bitcoin verwendet den Proof of Work (PoW), um komplexe Berechnungen durchzuführen, Transaktionen abzuschließen und neue Blöcke zu erstellen. Je mehr Miner minteinander konkurrieren, desto höher ist die Hashrate. Eine höhere Hashrate deutet auf ein profitables Mining hin, während der Bitcoin-Kurs steigt.


Bei den technischen Indikatoren dreht sich alles um das Jonglieren mit Zahlen. Anhand einer Reihe von numerischen Daten kann man feststellen, wo der potenzielle Bitcoin-Kurs liegt, was einem bei Handelsentscheidungen helfen kann. Die am häufigsten verwendeten technischen Indikatoren sind:

  • Gleitende Durchschnitte: Der gleitende Durchschnitt (MA) ergibt sich aus den Kursen zu festgelegten Zeitpunkten aus vergangenen Daten und zeigt mathematisch an, wie sich der Kurs in der Zukunft entwickeln sollte. Gleitende Durchschnitte können in verschiedenen Zeiträumen unterschiedliche Werte haben und viele Trader verwenden Variationen davon, wie zum Beispiel den exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) und den gewichteten gleitenden Durchschnitt (WMA).
  • Relative-Stärke-Index: Der RSI ist ein Indikator für das Marktmomentum und gibt an, ob Bitcoin überkauft oder überverkauft ist. Ein steigender Kurs mit überkauftem Signal deutet auf einen bevorstehenden Rückgang hin, während ein überverkaufter und fallender Kurs signalisiert, dass der Bitcoin bald wieder steigen wird.
  • Moving Average Convergence Divergence (MACD): Die Differenz zwischen dem 26-Tage und dem 12-Tage-EMA wird als Moving Average Convergence Divergence (MACD) bezeichnet und ist ein guter technischer Indikator für die Bereitschaft von Tradern, Bitcoin zu kaufen. Der dritte im Bunde, der 9-Tage-EMA, dient als Signalleitung des MACD. Wenn der MACD den 9-Tage-EMA von unter her kreuzt, werden Trader zum Kauf veranlasst.

Es gibt noch viele andere technische Indikatoren, die einem zu fundierten Handelsentscheidungen verhelfen können, wie zum Beispiel das Goldene Kreuz, Fibonacci, Tiefendiagramme usw.

2. Entscheide dich für eine Handelsstrategie

Auch wenn du, wie alle Trader, beim Bitcoin-Handel nur ein Ziel hast, nämlich Gewinn zu machen, ist es entscheidend, wie du dieses Ziel erreichst. Dazu gibt es nämlich verschiedene Handelsstrategien:

  • Hodling: „Hodling“ ist ein Begriff, der durch einen Tippfehler berühmt wurde. Beim sogenannten Hodling hält man seine Bitcoins über längere Zeit. Da diese führende Kryptowährung auf Deflation ausgelegt ist, wird sie wahrscheinlich über große Zeiträume (Monate oder Jahre) im Wert steigen. Wer seinen Bitcoin behält und die Kursentwicklung beobachtet, nur bei einem großen Ansturm verkauft und nach einem Rückgang oder Absturz wieder zurückkauft, hat diese Strategie verstanden.
  • Daytrading: Bitcoin ist berüchtigt für seine Volatilität, die im Laufe eines einzigen Tages um mehrere Dollar (sogar Hunderte von Dollar) schwanken kann. Diese Bewegungen kann man sich beim Daytrading zunutze machen, indem man Positionen eröffnet und sie nur wenige Stunden später, manchmal sogar in wenigen Minuten, wieder schließt. Das Ziel ist es, so viele Trades wie möglich zu machen und vor dem Feierabend zu liquidieren. Am nächsten Morgen beginnt man dan wieder von vorne.
  • Swingtrading: Genau wie beim Daytrading nutzt man auch beim Swingtrading gezielt Kursschwankungen aus, allerdings über einige Tage oder Wochen hinweg. Man kann sich nur dann auf technische Indikatoren verlassen, wenn man eine korrekte Analyse darüber erstellt hat, ob Bitcoin unter- oder überbewertet ist und es bald eine Kurskorrektur geben wird.
  • Hedging: Im Gegensatz dazu geht es beim Hedging um die Absicherung gegen Verluste. Wenn du dein Vermögen absichern möchtest, kannst du Positionen eröffnen, bei denen die Kryptowährung in deiner Order verkauft wird, falls sie unter ein bestimmtes Niveau fällt. So kannst du deinen Bitcoin liquidieren und mit diesem Betrag wieder neue Bitcoins kaufen, wenn der Kurs voraussichtlich steigt.
  • Scalping: Ähnlich wie Daytrading, funktioniert aber auf einer viel kleineren Zeitskala, von ein paar Sekunden bis zu Minuten, wobei sehr kleine Gewinne erzielt werden. Die zahlreichen kleinen Trades können sich am Ende des Tages zu einem stattlichen Betrag summieren.

Es gibt verschiedene Handelsstrategien, wie zum Beispiel das Copy Trading, den Nachrichtenhandel und andere. Jede Strategie hat ihre Vor- und Nachteile. Am Ende musst du entscheiden, welche sich am besten für dich eignet und sie konsequent anwenden.

3. Wähle eine Plattform, die deinen Bedürfnissen entspricht

Eine Grundvoraussetzung für den Bitcoin-Handel ist eine geeignete Plattform. Bie beste Strategie und die genauesten Kursprognosen nützen nichts, wenn man auf einer Plattform handelt, die nicht zu den eigenen Bedürfnissen passt.

Überlege dir, ob du an einer Derivatebörse oder über einen Broker handeln möchtest. Beide bieten zwar ähnliche Optionen und Dienste an, wobei Broker in der Regel etwas mehr auf den Handel ausgerichtet und strenger reguliert sind. Sie sind eher auf den professionellen Handel ausgerichtet und erlauben größere Handelsvolumina zu geringeren Gebühren. Zugleich erlauben Derivatebörsen aber auch risikoreichere Trades, sodass risikofreudige Trader bei einer solchen Plattform besser aufgehoben sind.

Handle nur auf Plattformen, die ordnungsgemäß registriert sind. Bei nicht regulierten Plattformen besteht ein großes Risiko, dass sie wegen Nichteinhaltung von Vorschriften oder Verdacht auf Betrug gesperrt werden.

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4. Richte dein Handelskonto ein

Sobald du dich entschieden hast, auf welcher Plattform du handeln möchtest, richtest du ein Konto ein. Das tust du, indem du ein Registrierungs- oder Anmeldeverfahren durchläufst. Dazu wählst du einen Benutzernamen und ein Passwort und gibst eine registrierte E-Mail-Adresse zur Verifizierung an.

Sobald du ein Login erstellt und dieses über deine offizielle E-Mail-Adresse bestätigt hast, musst du ein Verfahren zur Verifizierung deiner Identität durchlaufen. Dieses KYC-Verfahren (Know Your Customer) ist gesetzlich vorgeschrieben und wird entweder als Teil des Anmeldeverfahrens oder separat durchgeführt. Auf jedem Fall ist diese Identitätsprüfung auf jeder guten Handelsplattform von entscheidender Bedeutung. In der Regel braucht man für dieses Verfahren eine Kopie des Personalausweises, eine Meldebescheinigung und in manchen Fällen einen Einkommensnachweis.

Nach der Verifizierung kannst du Fiat oder Krypto auf dein Konto einzahlen (je nachdem welche Einzahlungsmethoden deine Plattform anbietet). Die Einzahlungsfunktion findest du in deiner Konto-Wallet. Mit einer der unterstützten Zahlungsmethoden (direkte Krypto-Überweisung, Banküberweisung oder Kredit-/Debitkarte usw.) zahlst du hier Geld auf dein Konto ein.

5. Bereite deine Handelsposition vor

Nach der Einzahlung, kannst du das Handelsfenster öffnen. Das Layout dieser Handelsoberfläche unterscheidet sich von Plattform zu Plattform in der Darstellung der Handelsoptionen. In der Regel haben sie aber viele Elemente gemeinsam, wie zum Beispiel den Bereich zum  Kauf und Verkauf von Bitcoin-Optionen, Handelsgrafiken, Orderbücher sowie deine offenen Positionen und ausgeführten Trades.

So sehen einige dieser Handelsoberflächen aus:

Bei OKEx stehen die Handelspaare außen links, mit dem aktuellen Kurs und Index daneben. Der Handelskurs steht unter dem Kursindex, und rechts neben dem Kursindex kann man die Handelspositionen ausgewählen.
Auf Coinbase befindet sich das Handelsdiagramm in der Mitte, während man Kauf- und Verkaufsorders ganz links aufgibt.
Bei OKEx stehen die Handelspaare außen links, mit dem aktuellen Kurs und Index daneben. Der Handelskurs steht unter dem Kursindex, und rechts neben dem Kursindex kann man die Handelspositionen ausgewählen.

Wenn du gerade erst in den Bitcoin-Handel einsteigst, kann das ganze Handelsvokabular ziemlich überwältigend sein. Im Folgenden haben wir einige Begriffe erklärt, die für den Handel wichtig sind:

Short- oder Long-Position?

Wenn du davon überzeugt bist, dass der Bitcoin-Kurs über längere Zeit steigen wird, gehst du vielleicht eine Long-Position ein. Das bedeutet, dass du zu einem bestimmten Preis Bitcoin kaufst und ihn dann später zu einem höheren Preis wieder verkaufst, wodurch du einen Gewinn erzielst. Jetzt nehmen wir einmal an, du siehst anhand deiner technischen Analyse und Fundamentalanalyse, dass der Bitcoin-Kurs fallen wird. Dann würdest du wahrscheinlich keine Trades riskieren, richtig? Beim Shorting gehst du aber eine Position ein, mit der du einen Gewinn erzielen kannst, auch wenn der Kurs deiner Kryptowährung sinkt. Du verdienst Geld, indem du auf den fallenden Wert spekulierst.

Shorting kann eine sehr profitable aber auch etwas riskante Handelsstrategie sein. Im Gegensatz zu Long-Positionen, bei denen man höchstens den selbst investierten Betrag verlieren kann, besteht bei einer Short-Position in einem steigenden Markt die Gefahr, dass die Verluste viel größer als erwartet ausfallen.

Limit- oder Marktorder

Eine Marktorder ist, wie der Name sagt, eine Order, die den Marktpreis von Bitcoin verwendet. Hier hat man nur die Möglichkeit, den Betrag einzugeben, zu dem man kaufen oder verkaufen möchte. Wenn man nach einem besseren Preis sucht, kann man eine Limitorder aufgeben. Neben dem Betrag, den man handeln möchte, kann man hier auch den gewünschten Kurs definieren, zu dem man kaufen oder verkaufen möchte. 

Die Ausführung einer aufgegebenen Limitorder kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Vielleicht erreicht der Markt nicht dein gewünschtes Niveau, aber sofern deine Kosten-Nutzen-Analyse richtig war, kann sich das Warten lohnen.

Betrag der Handelsposition und Hebelwirkung

Der Betrag deiner Handelsposition entspricht dem Betrag, den du in der Order eingibst. Viele Plattformen bieten ihren Nutzern einen weiteren Vorteil, indem sie den Handel mit Hebelwirkung erlauben. Bei dieser Art des Handels kann ein Käufer oder Verkäufer, ein größeres Marktexposure erlangen, indem er weniger in einen Trade investiert, als er tatsächlich wert ist. Der Broker oder die Plattform ergänzt den Betrag dann mit einem Kredit. 

Die Margin-Anforderungen werden von den Handelsplattformen definiert und in Verhältnissen angegeben, wie zum Beispiel 10:1, was einem Hebel von 10 % entspricht. Wenn du also 1.000 US-Dollar hast, kannst du einen Trade von bis zu 10.000 US-Dollar eröffnen. Das erhöhte Exposure führt zu höheren Gewinnen, wobei das Pendel allerdings in beide Richtungen schwingen kann – auch allfällige Verluste fallen demenstprechend schwerer aus.

Risikomanagement: Wie man Stop-Loss und Take-Profit für den Handel mit Bitcoin richtig einstellt

Mit Stop-Loss-Orders können Verluste vermieden werden, falls der Markt in die roten Zahlen rutscht. Die zwei wichtigsten Eingabewerte von Bitcoin bestimmen, wann die Order ausgelöst wird: der Stop-Kurs (definierter Marktkurs) und das Limit (Preis, zu dem nach Auslösen am Markt verkauft werden soll). Anhand deiner Analyse kannst du die Stop-Loss-Orders knapp unter wichtigen Unterstützungsniveaus setzen, bei denen du sicher bist, dass der Markt daran abprallt. Falls der Bitcoin-Wert weiter sinkt und das Unterstützungsniveau unterschreitet, wird die Order ausgelöst und deine Positionen geschlossen. So vermeidest du größere Verluste.

Trailing-Stop-Loss-Orders sind eine Variation, bei der sich die Order bei einem steigenden Markt an die sich ändernden Widerstände anpasst. Sollte Bitcoin unter das neueste Unterstützungsniveau fallen, würde die Order ausgelöst. Mithilfe von Trailing-Stop-Loss-Orders können Trader ihre Schlusspositionen kontinuierlich anpassen, um Verluste zu mindern und gleichzeitig so viel Gewinn wie möglich zu machen. Stop-Loss- und Trailing-Stop-Loss-Orders eignen sich für weniger aktive Trader, da sie bei einem Marktrückgang automatisch aussteigen können.

Überprüfe deine Bitcoin-Order und führe sie aus

Wenn du deine Hausaufgaben gemacht hast und dir über die aktuelle Marktlage im Klaren bist, kannst du den für dich passenden Ordertyp auswählen und die erforderlichen Informationen wie die Höhe der Order, die Limits, Hebel und andere Faktoren eingeben. Bevor du deine Order aufgibst, überprüfst du am besten noch einmal, ob du alles richtig ausgewählt und eingegeben hast.

Wenn du dir sicher bist, klickst du einfach auf Kaufen oder Verkaufen, um deine Order aufzugeben.

Schließe deine Trade, um Gewinne zu realisieren oder Verluste zu begrenzen

Eine Order, die auf einer gründlichen und korrekten Analyse beruht, bringt dir Gewinn. Je nach Ordertyp kann die Position manuell oder automatisch geschlossen werden. In der Regel setzen Trader Take Profit-Einstellungen, um eine Order zu schließen, sobald genügend Gewinne realisiert wurden. Die Verwendung von Take-Profit- und Stop-Loss-Kombinationen kann die erzielten Gewinne maximieren und gleichzeitig Verluste in einem Bärenmarkt begrenzen.

Wenn du zum Beispiel eine Limitorder zum Verkauf aufgibst, kannst du einen höheren Bitcoin-Wert eingeben (den Punkt, an dem dein Gewinnziel erreicht ist). Die Order wird dann ausgeführt, wenn die Bedingungen erfüllt sind. Gleichzeitig kannst du eine Stop-Loss-Order auf einem wichtigen Unterstützungsniveau einrichten, um einen kleinen Gewinn mitzunehmen oder zumindest deine Verluste zu begrenzen.

Weitere Erwägungen zum Handel mit Bitcoin

Zahlreiche andere Faktoren können deine Entscheidung bei der Auswahl der richtigen Handelsplattform beeinflussen, wie zum Beispiel die Sicherheitshistorie der Plattform selbst, Einzahlungs-/Abhebungs- und Handelsgebühren, die Daten, die auf der Benutzeroberfläche angezeigt werden usw.

Zusätzlich kommen von der Plattform unabhängige Faktoren ins Spiel wie Nachrichten über Kryptowährungen, neue Vorschriften oder Gesetze, die allgemeine Akzeptanz von Kryptowährungen usw. All diese und andere Faktoren solltest du im Auge behalten, da jeder kleine Faktor einen Einfluss auf den Markt und deine Trades haben kann.

FAQ

  1. Wenn du meinst, ein Händchen für den Handel zu haben, kannst du ja einfach einmal versuchen, mit Bitcoin Gewinne zu machen.

  2. Die Einstiegsbarriere für den Bitcoin-Handel ist sehr niedrig. Du kannst bereits Orders ab 0,001 BTC aufgeben. Der Handel ist also bereits ab kleinen Beträgen möglich.

  3. Bei einem Future (Terminkontrakt) ist der Trader verpflichtet, den Kontrakt zum Zeitpunkt des Verfalls zu schließen. Perpetuals sind eine Variante von Futures. Sie haben keine Verfallszeit, sondern können ewig weiterlaufen.

  4. Nicht unbedingt. Viele Derivatebörsen und Broker nehmen auch Bitcoin als Finanzierungsmittel für den Handel an.