Bitcoin Lightning Startup ACINQ erhält 1,7 Mio. Finanzierung für Weiterentwicklung von LN

Das französische Bitcoin-Startup ACINQ hat eine 1,7 Millionen Dollar Seed-Finanzierung abgeschlossen. Die Mittel sollen verwendet werden, um die Entwicklung des Bitcoin Lightning Networks, sowie von Tools und Dienstleistungen hierfür voranzutreiben. Ultimatives Ziel ist es das Bitcoin Lightning Network für eine Massenadaption zugänglich zu machen.

In der offiziellen Pressemitteilung heißt es, dass die Finanzierungsrunde von Serena Capital angeführt wurde. Weitere Investoren sind Bertrand Diard (Mitbegründer von Talend), Sebastian Lucas, Alistair Milne (VC-Investor) und Yves Weisselberger (Gründer von Snapcar). Einschließlich früherer Mittel hat ACINQ – das bereits 2015 mit der Arbeit am Lightning Network begann, kurz nachdem sie Joseph Poon und Thaddeus Dryja erstmals in einem Whitepaper beschrieben hatten – nun 2 Millionen Dollar im Jahr 2018 eingesammelt. Die neuen Gelder sollen verwendet werden, um mehr Software-Entwickler einzustellen und neue Lightning-Network-Dienste zu entwickeln.

Bisher besteht das ACINQ aus nur 3 Entwickeln. Mitbegründer und CEO Pierre-Marie Padiou sagte Coindesk:

Alles, was wir getan haben, wurde mit sehr wenig Aufwand erledigt. Mit dieser Erhöhung sind wir sehr aufgeregt, viel mehr mit mehr Ressourcen zu machen. Wir werden in der Lage sein, noch mehr coole Dienste für Lightning anzubieten. Das ist nicht nur gut für uns, sondern auch für Lightning im Allgemeinen und dafür, die Adoption voranzutreiben.

ACINQ ist momentan insbesondere für die Entwicklung der Eclair Software Suite bekannt, die neben den implementierten Protokollen von Lightning Labs und Blockstream arbeitet. Eclair brachte außerdem das erste mobile Lightning-Wallet in den Google Play Store und ist aktuell damit das beliebteste mobile LN-Wallet mit mehr als 5.000 Downloads.

Das Bitcoin Lightning Network

Das Lightning-Netzwerk (LN) ist eine Skalierungslösung für Bitcoin, damit das Bitcoin Netzwerk mehr Transaktionen verarbeiten kann. Praktisch soll es eine unbegrenzte Anzahl von Sofortzahlungen sehr geringen Kosten ermöglichen. Das LN basiert auf einer Technologie namens „Payment Channels“ (zu Deutsch: Zahlungskanäle), welche dazu dienen, dass die Zahlungen außerhalb der Bitcoin-Blockchain durchgeführt werden („Off-Chain“). Der große Vorteil davon liegt darin, dass die Transaktionen nicht sofort (nachdem sie durch die Miner validiert wurden) in die Blockchain geschrieben werden.

Stattdessen werden die Zahlungen Off-Chain bearbeitet, was das Transaktionsvolumen für die Bitcoin Blockchain reduziert. Anstatt viele kleinere Transaktionen in die Blockchain zu schreiben, können zwei oder mehrere Parteien mittels des Payment Channels darüber bestimmen, über welchen Zeitraum sie den Kanal offenlassen und somit fortlaufende Zahlungen ermöglichen und wann die Transaktionen in die Blockchain aufgenommen werden. Soll dies passieren, besitzen die Parteien des Payment Channels einen privaten Schlüssel. Erst wenn beide Parteien mit ihrem Schlüssel signieren und damit signalisieren, dass die Transaktion abgeschlossen ist, wird der Gesamtbetrag bzw. das Saldo in die Blockchain geschrieben und der Kanal geschlossen.

Aktuell gibt es zwei weitere Unternehmen, die derzeit neben ACINQ an der Entwicklung des Lightning Protolls arbeiten: Lightning Labs und Blockstream. Die Entwicklungen befinden sich momentan noch in einer Beta-Testphase.

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