Bitcoin Lightning-Netzwerk wächst auf 3.000 Nodes und 100 BTC Kapazität

Wie die Daten von Bitcoinvisuals zeigen, ist die Netzwerkkapazität des Bitcoin Lightning-Netzwerks in den letzten 30 Tagen um 85 Prozent gestiegen, was die Gesamtkapazität von Lightning auf 97 BTC (über 600.000 USD) erhöht.

Das Bitcoin Lightning-Netzwerk wurde zu Beginn des Jahres 2018 in seiner Beta-Version veröffentlicht (insgesamt gibt es drei verschiedene Versionen). Seitdem, insbesondere seit dem zweiten Quartal 2018, verzeichnet es einen starken Anstieg in seiner Kapazität.

Die Anzahl der Nodes im Lightning Netzwerk hat in den vergangenen Tagen erstmals die 3.000 durchbrochen. Mit 7.993 Payment Channels, am 08. August, wird an der 8.000’er-Marke für Channels gekratzt.

nodes
https://bitcoinvisuals.com/lightning

Die Lightning-Netzwerk-Gesamtkapazität in Bitcoin ist auf 97 BTC angestiegen.

network capacity
https://bitcoinvisuals.com/lightning

Wie der Grafik zu entnehmen ist, gab es im Juli einen deutlichen Anstieg. Zu dieser Zeit sorgte ein einzelner Node dafür, das Netzwerk um eine Kapazität von über 35 BTC wuchs, was zu der Zeit eine Verdoppelung bedeutete.

Andreas Brekken, Gründer der Webseite shitcoin.com und bekannter Bitcoin Cash-Verfechter, hatte damals einen Node sowie eine Vielzahl von Payment Channels eröffnet und wurde zum größten Node im Lightning Netzwerk. Auf Twitter wurde Brekken zum „King of Nodes“ ernannt.

Auf Twitter sagte er, dass er eine „Überprüfung“ des Lightning Netzwerks für seine Website durchführen werde. Zwar sahen viele den Test und insbesondere das geplante Review von Brekken kritisch. Allerdings betrachten zahlreiche Nutzer auf Reddit den Test auch als Chance, das Lightning Netzwerk einem „Härtest“ zu unterziehen.

Dieser Knoten ist seit dem 27. Juli nun wieder verschwunden, nachdem Brekken seinen Test beendet hat (wie auch deutlich im Chart zu sehen ist).

Die Lightning-Netzwerk-Gesamtkapazität ist daraufhin von 114 BTC auf 75 BTC gesunken. Brekken hinterlässt seitdem bekannten Namen wie Bitrefill und weniger bekannten Entitäten das Netzwerk, die die Kapazität anführen.


Anhaltende Kritik

Trotz des anhaltenden, rasanten Wachstums von Lightning setzt sich die Kritik fort, der die Befürworter jetzt entgegenzuwirken beginnen.

Kritik an dem Lightning Network gibt es deshalb, weil Lightning die Zentralisierung des Netzwerkes unter Umständen fördern könnte. Haben zwei Parteien nicht die (technischen) Möglichkeiten einen eigenen Payment Channel zu eröffnen, können sie einen dritten Node nutzen, um Transaktionen miteinander auszutauschen. Wenn jetzt ein großes Unternehmen, beispielsweise ein Finanzinstitut einen Node eröffnet und seinen Kunden Payment Channels anbietet, könnte eine Zentralisierung erfolgen.

Auf Behauptungen, wie die des Bitcoin.com-Partners David Shares, dass die Knoten von Lightning zentralisiert sind, reagierte nun der als StopAndDecrypt bekannte Entwickler, dass die Art und Weise, wie „visuelle Karten“ sie darstellen, die Illusion einer Zentralisierung hervorrufen. In einem Blog-Beitrag auf Hackernoon schrieb er nun:

Tatsache ist, dass diese Netzwerkgrafik wirklich eine schreckliche Aufgabe hat, Ihnen das Lightning Network zu präsentieren. Es ist schön und macht Spaß mit ihm zu spielen, aber es bringt alle Beteiligten eine analytische Ungerechtigkeit mit sich.

Via Twitter teilte er eine dezentralisierte visuelle Karten,

die im Gegensatz zu den Üblichen, einen ganz anderen Eindruck vermittelt.

lightning
https://lnmainnet.gaben.win/

Zum Lightning-Network

Das Lightning-Netzwerk basiert auf einer Technologie namens „Payment Channels“ (zu deutsch: Zahlungskanäle). Die Zahlungskanäle dienen dazu, die Zahlungen außerhalb der Bitcoin-Blockchain auszuführen („Off-Chain“). Der Vorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass die Transaktionen nicht sofort durch die Miner validiert werden müssen.


Anstatt viele (kleinere) Transaktionen in die Blockchain zu schreiben, können die beiden Parteien eines Payment Channels darüber bestimmen, über welchen Zeitraum sie den Kanal offen lassen und somit fortlaufende Zahlungen ermöglichen und wann die Transaktionen in die Bitcoin-Blockchain aufgenommen werden.

Soll dies passieren, besitzen die Parteien des Payment Channels einen privaten Schlüssel. Erst wenn beide Parteien mit ihrem Schlüssel signieren und damit signalisieren, dass die Transaktion abgeschlossen ist, wird der Gesamtbetrag bzw. das Saldo in die Blockchain geschrieben und der Kanal geschlossen.


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