Bitcoin ETF: SEC Kommisarin Peirce wirbt weiter für Genehmigung

In einer neuen Rede über Innovation und Unternehmertum an der University of Missouri School of Law erklärte die SEC-Kommisarin Hester Peirce, dass die US-Börsenaufsicht es den Investoren schuldet, in einen Bitcoin ETF investieren zu können. Die jüngste Rede von Peirce unterstreicht erneut, dass sie mit ihren Kollegen immer noch intensiv auf eine Bitcoin-ETF-Zulassung und an einer kryptofreundlichen Regulierung von Kryptowährungen arbeitet.

Nachdem vor wenigen Tagen öffentlich gewordenen Interview des Kommissars der Securities and Exchange Commission (SEC), Robert J. Jackson, in dem er seine Gedanken darüber teilte, dass ein Bitcoin-ETF „irgendwann“ zugelassen wird, hat sich nun auch wieder die Kommisarin Hester Peirce zum Thema geäußert. Peirce, eine von vier SEC Kommisaren erhielt im vergangenen Jahr den Titel „CryptoMom“, nachdem sie sich gegen die Entscheidung der SEC ausgesprochen hatte, die Zulassung des Winklevoss-Bitcoin-ETFs abzulehnen.

In der Rede über das Thema „First Principles of Optimal Regulation“ hielt Peirce erneut einige kritische Worte an ihre SEC Kollegen bereit und ermutigte damit die Kryptoenthusiasten. Peirce sagte im Wesentlichen, dass die SEC Gefahr läuft, unwissentlich als Anlageberater zu fungieren, anstatt sich darauf zu beschränken, Themen wie das faire Funktionieren des Kryptomarktes und den Anlegerschutz zu berücksichtigen:

Das Interesse an börsengehandelten Produkten auf Basis von Bitcoin oder anderen Kryptowährungen ist ebenfalls groß. Wie ich bereits in der Vergangenheit erwähnt habe, bin ich besorgt, dass unser Ansatz in Bezug auf solche Produkte an eine leistungsorientierte Regulierung grenzt, was bedeutet, dass wir unser eigenes Urteilsvermögen durch das der potenziellen Investoren für diese Produkte ersetzen. Wir geben Investoren zu Recht den Vorwurf, blind auf alles zu springen, was als Krypto bezeichnet wird, aber manchmal scheinen wir ebenso impulsiv zu sein, vor allem, was als Krypto bezeichnet wird, davonzulaufen. Wir schulden es den Anlegern, vorsichtig zu sein, aber wir schulden es ihnen auch, ihr Anlageuniversum nicht mit unseren Präferenzen zu definieren.

Ihre Rede steht im Einklang mit den bekannt gewordenen Informationen, dass die Mehrheitsentscheidung gegen einen Bitcoin ETF zuletzt beim Winklevoss ETF mit 3:1 Stimmen endete. Peirce erklärte auch, was notwendig ist, um Fortschritte bei der Regulierung zu erzielen. So erfordert die Regulierung ihrer Meinung nach mehr Verständnis für die Technologie und den Markt. Laut Peirce könnte dies geschehen, indem die SEC einen proaktiveren Ansatz verfolgt, indem sie sich selbst minimale Aufsichtsbefugnisse einräumt, um die Marktüberwachung zu studieren und sich mit der Funktionsweise von Kryptowährungsbörsen vertraut zu machen:

Unsere Interaktionen mit Kryptowährungen beschränken sich nicht nur auf Fragen der Regulierung von Token-Verkäufen und Offenlegungen. Eng verbunden mit der Frage, ob Token Wertpapiere sind, ist die Frage, wie die Plattformen, auf denen der Tokenhandel geregelt werden sollte. Einige dieser Plattformen wollen sich bei uns registrieren, und ich bin bestrebt, in dieser Hinsicht Fortschritte zu erzielen. Es gibt Merkmale von Krypto-Handelsplattformen, die sich von Börsen oder alternativen Handelssystemen für traditionelle Wertpapiere unterscheiden können. Um festzustellen, wie sich die Regulierung ändern könnte, um diesen Unterschieden Rechnung zu tragen, müssen wir unser Verständnis für die Funktionsweise der Plattformen verbessern.

Die vollständige Rede gibt es hier nachzulesen.

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