Bitcoin Days Destroyed zeigt: Bitcoin-Wale „hodln“ und rechnen mit Kursanstieg

Der Kryptowährungsmarkt durchläuft derzeit eine kritische Phase. Die Mehrheit der Experten ist sich einig, dass die 6.800 USD-Marke für Bitcoin ein sehr wichtiges Unterstützungslevel ist, damit der BTC Preis nicht weiter auf Talfahrt geht. Wenn es nach den „Bitcoin Walen“ und Langzeitinvestoren läuft, wird es bald einen Ausbruch nach oben geben.

Wie der „Bitcoin days destroyed“ (BDD)-Index zeigt, neigen Bitcoin-Wale und Langzeitinvestoren aktuell mehr denn je dazu ihre Bitcoin auf einem Cold Storage einfach liegen zu lassen und zu „hodln“, vermutlich in der Erwartung, dass der Bitcoin Kurs steigen wird.

BambouClub hat vorgestern via Twitter darauf hingewiesen, dass im Einklang mit den aktuellen Zahlen der BDD-Trend zeigt, dass Inhaber großer Mengen Bitcoin aktuell dazu neigen, ihre Bitcoin zu halten und nicht zu verkaufen.

Der Bitcoin Days Destroyed-Index ist entstanden, nachdem sich herausstellte, dass das Transaktionsvolumen pro Tag ein unpassendes Maß für die Aktivität im Bitcoin-Netzwerk ist. Immerhin könnte jemand immer wieder dieselben BTC zwischen seinen eigenen Adressen hin- und herschicken und damit das Transaktionsvolumen künstlich erhöhen.

Mit Bitcoin Days Destroyed wird den Bitcoin mehr Gewicht zugemessen, die schon lange nicht mehr ausgegeben wurden. Um dies zu realisieren, wird eine Berechnung für jede Bitcoin-Transaktion, basierend auf der Anzahl der darin enthaltenen BTC multipliziert, mit der Anzahl der Tage, an denen diese BTC nicht bewegt wurden, durchgeführt. Beispielsweise beträgt der BDD für eine Transaktion 70, wenn jemand 10 BTC besitzt und diese bereits nach einer Woche wieder versendet.

Bitcoin Days Destroyed
Quelle: https://oxt.me/charts

Der Anstieg von BDD zeigt an, dass das Aktivitätsniveau im Bitcoin-Netzwerk steigt. Peaks können eine große Menge „alter“ Bitcoin repräsentieren, die übertragen werden. Dies kann einerseits darauf hinweisen, dass frühe Investoren ihre BTC zwischen verschiedenen Wallets bewegen oder aber auch auscashen. Ein Anstieg des BDD kann typischweise auch durch Exchanges hervorgerufen werden, die BTC zwischen ihren Wallets bewegen. Dies entspricht dann nicht unbedingt einem steigenden Transaktionsvolumen.


Peaks können grundsätzlich mit Hochs oder Tiefs des Bitcoin-Preises korrelieren. Der Anstieg des BDD im Juli 2017 dürfte auf den im August stattgefundenen Bitcoin Cash-Hard-Fork zurückzuführen sein. Am 20. Juni ging der Anstieg des BDD zwei Tage später einem Rückgang des Bitcoin-Preises voraus.

Während der BDD im April und Mai, nach dem Ende des Hypezyklus im Dezember 2017 und Januar 2018, noch einmal angestieg, fällt der BDD seit Juni weiter ab. Insbesondere in Hinblick auf das stark angestiegene Handelsvolumen im Juli 2018 deutet der BDD somit darauf hin, dass langfristige Anleger ihre Bitcoin in Cold Wallets halten und „hodln“, anstatt Panikverkäufe aufgrund des derzeitigen Bärenmarktes zu tätigen. Während der durchschnittliche BDD pro Transaktion im Juni noch bei rund 42,2 lag, beträgt der BDD im August durchschnittlich nur noch 20,9.

Der niedrige BDD deutet auch darauf hin, dass das BTC Tradingsvolumen vorrangig von „neuen“ bzw. Bitcoins kommt, die noch nicht so lange im Besitz der Trader sind. 

Insgesamt zeigt der Bitcoin Days Destroyed-Index aktuell deutlich die Stimmung unter „Hodlern“ und Walen. Diese scheint überwiegend positiv zu sein. Die Mehrheit scheint mit einem steigenden Bitcoin Preis zu rechnen.

Ob der BDD, als Indikator recht behalten wird, können aber nur die nächsten Tage und Wochen zeigen. Aktuell (zum Redaktionszeitpunkt) wird ein BTC für 7.104 USD gehandelt und verzeichnet über die letzten 24 Stunden einen kleinen Anstieg von 1,57 Prozent.


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