Bald Werbung für Bitcoin- und andere Krypto-Produkte bei Google?

Bisher war Werbung für Finanzprodukte mit Bezug zu Kryptowährungen wie Bitcoin bei Google untersagt. Erst im Frühjahr hatte das Unternehmen Werbung für ICOs und andere Dinge generell untersagt, entsprechende Aktivitäten gelöscht sowie zahlreiche Anbieter gesperrt. Nun scheint eine lockerere Unternehmenspolitik möglich.

Weder Werbung noch Mining-Apps sind bisher zulässig

Gerade die Tatsache, dass der wohl wichtigste Internetkonzern der Welt ein allgemeines Werbeverbot gegen ICO-Anbieter, Wallet-Dienstleister und andere Firmen der Krypto-Branche ausgesprochen hatte, war vielen Krypto-Fans ein Dorn im Auge. Der Konzern aber scheint nun für eine Öffnung bereit zu sein, und das vergleichsweise kurze Zeit nach der letzten Bestätigung der Verbotspraxis. Neben ICOs sind auch Handelsplattformen und Webseiten mit News-Inhalten, aber auch allgemein Coin-Anbieter vom Verbot betroffen – alle Dienstleister, die aus Google-Sicht einen Zusammenhang mit Kryptowährungen wie Ethereum und Co. aufweisen waren und sind weiterhin für Werbung weitgehend geblockt.

Das Schürfen von Bitcoins und anderen Coins über den Google-eigenen Browser Chrome und entsprechende Erweiterungen ist bis dato ebenfalls ausgeschlossen. Die logische Folge waren seit längerem Bereinigungsmaßnahmen im Google Play Store, in deren Verlauf Apps für Mining-Aktivitäten gelöscht wurden.

Ab Oktober soll nun eine neue „Werbepolitik“ gelten

Als Verbotsgrund nennt man bei Google, aber auch bei sozialen Medien wie Facebook den Mangel an Transparenz. Man könne die eigene Kundschaft nicht vor unseriösen Diensten und Betreibern sowie den hohen Betrugsrisiken schützen. Zeitnah – genauer bereits ab Oktober – will Google im ersten Schritt Werbetreibenden das Inserieren von Anzeigen in Japan und den USA erlauben. Das Verbot von Werbung mit Bezug zu Wallets, Trading-Plattformen und Initial Coin Offerings soll zunächst bestehen bleiben, aber auch hier könnte bald eine Lockerung ins Haus stehen. Ohnehin müssen Werbe-Willige zunächst eine Zertifizierung von Google erhalten, um überhaupt werben zu können. Übrigens: Schon vorher hatte auch Facebook eine etwas entspanntere Vorgehensweise angekündigt.

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