ASIC Miner sind Gelddruckmaschinen -„geheime Untergrundindustrie“: Siacoin Entwickler erhebt schwere Vorwürfe

In einem enthüllenden Blog-Post erhebt David Vorick, Lead-Entwickler von Siacoin schwere Vorwürfe gegen die ASIC-Hersteller Bitmain und Halong Mining. In „The State of Cryptocurrency Mining“ wirft Vorick den Herstellern vor, die Maschinen erst selbst zu benutzen, bevor sie diese in den öffentlichen Verkauf gehen, sobald sie nicht mehr profitabel sind.

Vorick ist nicht nur Lead-Entwickler von Siacoin, sondern betreibt mit Obelisk auch seine eigene ASIC-Produktionsfirma, die in den kommenden Wochen ihre erste ASIC-Miner für Siacoin herausbringen wird. In dem Aufsatz „The State Of Cryptocurrency Mining“ fasst er zusammen, was er auf dem Weg zur Markteinführung des Sia Miners gelernt und erlebt hat.

Der Beitrag zeigt einige der schmutzigen Geheimnisse der Industrie auf. Der explosivste Teil ist sicherlich der Part, wo Vorick Bitmain und Halong Mining vorwirft heimlich die Miner vor Markteinführung zu nutzen, bis sie nicht mehr profitabel sind und noch bevor sie diese an die Öffentlichkeit verkauft werden.

Im Fall von Halongs nennt Vorick als Beispiel den Decred-Miner. In dem ersten Batch verkaufte Halong eine unbekannte Menge für 10.000-Dollar das Stück. Danach wurde beobachtet, dass mehr als 50% des Mining Rewards an eine einzige Adresse gegangen ist, von der man wusste, dass sie mit Halong verbunden ist, was bedeutet, dass sie die Mehrheit der Hashrate und Gewinne für sich behalten.

Im Falle von Bitmain nennt Vorick gleich mehrere Beispiele. Nach seinen Quellen wurde Monero fast ein Jahr lang durch Bitmain mittels dem ASIC-Miner Antminer X3 gemint. Vorick schrieb, dass hochrangige Persönlichkeiten bei Monero zunächst vermuteten, dass Botnets für den Sprung in Moneros Hash-Rate zu der Zeit verantwortlich waren. Erst mit offizieller Bekanntgabe des öffentlichen Verkaufs des Antminer X3 durch Bitmain hatte Monero, wie wir berichteten, seinen Mining-Algorithmus angepasst, um ASIC Miner aus dem Netzwerk auszusperren. Vorick erklärte (frei übersetzt):

„Meine Quellen sagen, dass sie seit Anfang 2017 an diesen geheimen ASICs gearbeitet haben und vor der Entdeckung fast ein ganzes Jahr lang geheimen Bergbau betrieben haben. Der ROI dieser geheimen ASICs war enorm und gab der Gruppe mehr als genug Geld, um erneut mit anderen ASIC-resistenten Münzen zu versuchen.

Es wird geschätzt, dass Monéros geheime ASICs fast ein ganzes Jahr vor der Entdeckung mehr als 50% der Hashrate ausmachten und während dieser Zeit niemand bemerkte. Während dieser Zeit konzentrierte sich ein großer Teil der Monero-Emission auf die Hände einer kleinen Gruppe, und ein 51% -Angriff hätte jederzeit ausgeführt werden können.“

David Vorick fügt dem sogar noch hinzu, dass er davon ausgeht, dass Monero erneut „Opfer“ geheimer ASIC Miner werden könnte (frei übersetzt):

„Die Block-Belohnung für Monero ist hoch genug, dass selbst wenn Sie glauben, dass Sie nur eine 30%-ige Chance haben, dass Ihr ASIC die PoW Hardfork überlebt […]. Meine starke Vermutung ist, dass Monero eine weitere Runde von geheimen ASICs bauen wird, und dass diese ASICs konservativer und flexibler sein werden und versuchen, den Hard Forks zu folgen, die Monero alle 6 Monate plant.“

Des Weiteren schreibt Vorick, dass er und sein Team zahlreiche weitere Gerüchte über viele andere geheime ASICs gehört hat. Speziell für Equihash und Ethash und auch für viele andere Kryptowährungen, die noch keine ASICs haben, soll es geheime ASIC Mining Farmen der Hersteller geben bzw. gegeben haben. Bezüglich dem Bitmain Z9 Miner erkläre er beispielsweise:

„Wir glauben, dass 3 verschiedene Gruppen vor der Bitmain Z9-Ankündigung aktiv mit verschiedenen ASICs auf Zcash gearbeitet haben.“

Vorick beschreibt eine Miningindustrie, in der Farmen Millionen von Dollar zahlen, um exklusiven Zugriff auf Designs für bestimmte Kryptowährungen zu erhalten. Selbst kleinere Kryptowährungen haben seiner Erfahrung nach das Potenzial, Millionen an Gewinnen für jemanden mit exklusivem Zugang zu geheimen ASICs zu erzielen. Infolgedessen sei eine „informelle Untergrundindustrie“ entstanden. Da keine Organisation, sei es ein Mining-Pool oder ein Hardwarehersteller, ihren Namen auf solche Aktivitäten hinweist, sei es aber sehr schwierig konkrete Beweise für diese Behauptungen zu liefern.

Abschließend fasst Vorick zusammen, dass seine Erkenntnisse zwar zunächst entmutigend klingen mögen. Allerdings gibt es seiner Meinung nach viele Tools, die den Entwicklern und den Communities zur Verfügung stehen, um mit einer feindlichen Hash-Rate umzugehen, wie Hardforks und Community-Splits. Sein Fazit:

„Und nun, da wir eine weitgehend zentralisierte Hashrate erwarten, können wir als Entwickler und Erfinder weiterhin an Strukturen und Schemata arbeiten, die sicher sind, selbst wenn die Hashrate an einer kleinen Anzahl von Orten zusammengeführt wird.“

Wer sich für das Thema interessiert, dem können wir den vollständigen und sehr ausführlichen Beitrag wärmstens empfehlen: https://blog.sia.tech/the-state-of-cryptocurrency-mining-538004a37f9b


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