Ardor (ARDR): Die skalierbare Blockchain-Plattform für Unternehmen

Der Ardor Coin existiert bereits seit Mitte Juli des Jahres 2016 als Asset auf der NxT-Blockchain. Im Dezember 2017 durchlebte der Kurs eine stark bullische Rally und stieg binnen eineinhalb Monaten um mehr als das 10-fache des Aussgangswertes vom 29.11.2017.

Ab Mai letzten Jahres stieg der Kurs stetig, jedoch waren dabei auch kurze Einbrüche zu verzeichnen. Bis Ende November 2017 stieg der Kurs auf 0,29 Euro, bis er schließlich im Dezember explodierte und sich innerhalb von eineinhalb Monaten auf ein Allzeithoch von 2,39 Euro am 02.01.2018 steigerte. Seitdem befindet sich der Kurs in scheinbar unkontrolliert freiem Fall und steht zum Redaktionszeitpunkt bei 0,83 Euro.

Scheinbar konnten die Erwartungen an die Ardor-Plattform nicht erfüllt werden, sodass der Kurs seit Plattformstart kontinuierlich gesunken ist.

Wird die Ardor-Plattform mit ihren Child-Chains es zu NxT 2.0 schaffen?

Am 01.01.2018 ist die Ardor-Plattform gestartet, die eine neue Technologie nutzt um Transaktionen zu verarbeiten. Sie zeichnet sich durch das neuartige System der „Child-Chains“ aus. Das bedeutet, dass es neben der Main-Chain Ardor, basierend auf der NxT-Software, sogenannte Child-Chains gibt, die prinzipiell von jedem Anwender erschaffen werden können und jeweils als eigenständiger Coin funktionieren.

Dabei übernimmt die Ardor-Chain nur die wichtigsten Grundfunktionen, wie z.B. die Sicherung des Gesamtsystems. Das passiert über das „Forging“. Ähnlich wie beim Mining stellen hier Nutzer des Netzwerkes ihre Rechenleistung zur Transaktionsbestätigung dem Netzwerk zur Verfügung.

Dabei ist das Forging, dank des Proof-of-Stake Algorithmus, ressourcenschonend und energiesparend im Gegensatz zum herkömmlichen Mining. Als Gegenleistung werden die Gebühren der im Block enthaltenen Transaktionen gut geschrieben. Damit werden keine neuen Coins geschaffen, die Währung ist „Pre-Mined“ und es existieren genau 998.999.495 ARDR.

Wie genau funktionieren die Child-Chains?

Eine Child-Chain kann prinzipiell jeder erschaffen, der nötige Quellcode steht als Open-Source zur Verfügung. Dabei bietet das Ardor-Netzwerk eine ganze Reihe von Funktionen:

  • Asset-Exchange: Eine Art dezentrale Wertpapierbörse
  • Dezentraler Marktplatz
  • Datenspeicher in Form einer dezentralen Cloud
  • Das Monetary System, welches die jeweilige Unterwährung der Child-Chain ermöglicht.
  • Ein Nachrichten-, sowie ein Wahlsystem.
  • Und einige mehr um nur die Wichtigsten zu nennen.

Die nötige Rechenleistung wird dabei von sogenannten „Bundlers“ bereitgestellt, die ähnlich wie ein Miner oder Forger fungieren. Dabei werden die Transaktionen jedoch nicht von diesen bestätigt sondern nur gesammelt, um dann als „Child-Chain-Block“ in die Ardor-Blockhain zu gelangen und dort durch die besagten Forger bestätigt werden. Der Bundler erhält dabei die Transaktionsgebühren der Child-Chain und „bezahlt“ im Gegenzug den Forger.

Um die Datenmengen gering zu halten, hat sich die Ardor-Plattform, ähnlich wie NxT, dem „Pruning“ bedient. Dabei müssen Nutzer die letzten 1.440 Blocks der Childchain überprüfen und bestätigen, alle älteren Transaktionen werden geprunt. Vereinfacht gesagt werden diese Transaktionen ohne Prüfung für unveränderlich richtig erklärt. Um nun die Gefahr eines Long Range Attacks, eine Form des Nothing-at-Stake-Angriffs, auszumerzen, werden alle Forks die länger als 1.440 Blocks zurückliegen von den Clients einfach ignoriert.

Diese Funktion sichert die Unveränderlichbarkeit der älteren Blocks und sorgt damit für mehr Sicherheit im gesamten System. Trotzdem bleibt es möglich einen vollwertigen Node auf dem Laptop zu betreiben.

Durch all diese Funktionen setzt Ardor in Sachen Skalierbarkeit, theoretisch unendlich viele Child-Chains, ressourcenschonende Transaktionsbestätigung sowie ein hohes Maß an Sicherheit neue Maßstäbe.

Das Konzept der Ardor-Plattform bietet eine sehr offene Plattform und ein Gefühl der unendlichen Möglichkeiten macht sich breit. Da effektiv jeder Nutzer seine eigene Währung erschaffen kann, könnte zum Beispiel eine In-Game Währung eines Online-Spiels parallel zu einer dezentralen Handelsplattform existieren. Dies würde durch die verschiedenen Child-Chains im selben Netzwerk realisiert werden.

Wir sollten Ardor auf keinen Fall vergessen und sind vor allem auf den Launch der ersten Child-Chain „IGNIS“ gespannt, indem sich evtl. zeigen wird, in welche Richtung sich das Ardor-Netzwerk zukünfitg entwickeln wird.


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6 Kommentar

  • 9 Monaten ago
    Reply

    Mister p

    Bring doch mal bitte einen Artikel über electroneum ( Etn ) ?!?

    • 9 Monaten ago
      Reply

      Coin Hero

      Innerhalb der nächsten 7 Tage werden wir Electroneum näher vorstellen.

      VG
      Marcel

      • 9 Monaten ago
        Reply

        Mister p

        Dankeschön ??

      • 9 Monaten ago
        Reply

        Mister p

        Lohnt es sich jetzt Etn‘s zu kaufen ?
        Lg

        • 9 Monaten ago
          Reply

          Coin Hero

          Das kannst du nur selbst entscheiden.

          VG
          Marcel

  • 9 Monaten ago
    Reply

    Alexander

    Hallo Marcel,
    cool, dass Du so intensiv über den Megatrend berichtest. Ich habe Deinen Blog gleich der Kryptowährung-Kategorie meiner Finanzblogroll auf GELDz.de hinzugefügt.
    Danke für Deine tolle Arbeit.

    Beste Grüße
    Alexander

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